Die völkischen und undemokratischen Wurzeln im Umwelt- und Naturschutz

Teilnahme über Zoom: https://zoom.us/j/526339150

19.03.2025 19:00 - 19:00 Uhr
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Völkische Bewegungen und die sogenannte Heimatschutzbewegung verklärten im 19. Jahrhundert die deutsche Natur und etablierten einen völkisch begründeten Heimat- und Naturbegriff. Mit der zunehmenden Industrialisierung bildete sich gerade auch im Bildungsbürgertum ein antimodernistisches Weltbild aus, das die Vergangenheit mystifizierte und mit einer oftmals polemischen Kritik an der "Moderne" eine Verklärung der Natur und des Bodens begründete. Bis in die 1970er Jahre war der Natur- und Umweltschutz nicht per se fortschrittlich. Viele der Protagonist*innen kamen aus einer rechtskonservativen und völkischen Heimatschutztradition, die mit einem naturalistischen und biologistischen Weltbild auch auf das menschliche Zusammenleben blickten.

Gegen diese Tendenz haben seit ihrer Gründung die NaturFreunde mit einem sozialen und gesellschaftlich begründeten Naturbegriff argumentiert. Die NaturFreunde knüpften dabei auch an das Naturverständis von Friedrich Engels an, dem es um eine politische und soziale Bewegung ging, „in der sich Menschen in allen Lebensbereichen dafür einsetzen, dass wir uns dem Problem unseres zerstörerischen Eingriffs in die Natur mit all seinen Konsequenzen für die Zukunft der Menschheit ernsthaft zuwenden.“

Der Vortrag beleuchtet die völkischen und antidemokratischen Wurzeln des Umwelt- und Naturschutzes und ordnen sie in die aktuellen Debatten der Umwelt- und Klimaschutzdiskurse ein. Sie gehen auf Kontinuitäten und Brüche in der Entwicklung des organisierten Umweltschutzes ein und zeigen am Beispiel der Klimadebatte der „neuen Rechten“ die Verankerung völkischen Denkens bis in die Neuzeit auf.

Einführung: Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands

Politik konkret:
Die Reihe "Politik konkret" beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Themen und versucht Antworten aus Sicht der NaturFreunde zu formulieren. Ziel ist, durch eine Analyse der bestehenden Verhältnisse die Ursachen der bestehenden Probleme herauszuarbeiten, konkrete Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen und damit Grundlagen für politische Interventionsmöglichkeiten anzubieten.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, Teilnahme über Zoom: https://zoom.us/j/526339150, 10713 Berlin
Zielgruppe: 
Kinder
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Familien
Senioren
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin
Uwe Hiksch
hiksch@naturfreunde.de
(0176) 62 01 59 02

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